Long time …

… aber doch nicht ganz “no see” – die Nr. 20 des Postkartenmagazins sollte unterdessen nämlich in den Briefkästen sein. Und wer nach dieser Geschichte weiterlesen möchte, der findet eine weitere beim Literaturhaus Zürich als Texts des Monats April. Apropos monatliche Texte, hab ich schon den Geschichtenblog erwähnt? Da warten Sterngeschichten auf Leser – und man erfährt, was Sternschnuppen mit Astronautenkacke zu tun haben …

 

Mehr Geschichten!

Für die Katz #15 ist auf der Post – und vielleicht schon im Briefkasten. Wem Orion’s Geschichte gefällt und wer auch die anderen Texte des Blogs “Schöne Bescherung” auf Papier und zum richtig in den Händen halten möchte, der schreibt mir eine E-Mail auf postkartenmagazin@hotmail.com und bestellt das von Hand gebundene Booklet “17” …

20160103_192208… mit einer 18. neuen Geschichte, die in den Illustrationen erzählt wird.

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10.- zzgl. Versand.

 

# zweiundzwanzig

Mit Jane Austen liegt man selten falsch …. 😉

Schöne Bescherung

Beide greifen nach demselben Buch, ihre Hände berühren sich. Statische Energie entlädt sich in einem Funken.

„Wow“, denkt er, „sie liest Jane Austen.“ Ein breites – vermutlich bescheuertes, denkt er – Lächeln schleicht sich auf sein Gesicht, ohne dass er etwas dagegen tun kann. „Los“, sagt sein Herz, „sag was!“

„Ich weiss nicht recht“, antwortet der Verstand, „sie liest ,Persuasionʻ – vielleicht hat sie ihr Herz schon lange verschenkt und wartet nun vergeblich, oder eben nicht vergeblich, auf die Rückkehr ihres Geliebten. Oder sie kauft das Buch für ihren Lesezirkel, wo sie eigentlich ,Pride & Prejudiceʻ lesen, sie aber mit ihrem Jane-Austen-Wissen punkten will, weil sie heimlich in ihren Sitznachbarn verliebt ist. Oder sie kauft das Buch für ihren Verlobten, der ihr beim Heiratsantrag noch auf Knien geschworen hat, dass er ihretwegen alle sechs Jane-Austen-Bücher liest, obwohl er eigentlich lieber die Mad-Max-Filme sehen würde. Du siehst also, Du hast keine…

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# zwanzig.

Zum 4. Advent. Bald schon, bald schon …

Schöne Bescherung

My beautiful picture My beautiful picture

Es war kalt, der Tag war kein Tag mehr und doch noch zu jung um Nacht zu sein. Wie Silhouetten unserer selbst standen wir vor der Hütte, rauchten und tranken Kaffee Schnaps. Durch einen guten Lutz hindurch musst du Zeitung lesen können. Sonst ist er zu stark, das besagt die Regel. Aber wir hatten keine Zeitung dabei und den Schnaps sowieso lieber als den Kaffee. Drum ging das auch so ganz gut.

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# neunzehn

Türchen neunzehn. Also ich stell mir die Welt als Katze vor …

Schöne Bescherung

Ihre Gestalt verlor sich im Nebel. Zurück blieb nur sein suchender Blick. Mit ihr wich auch die Welt ins Weiss, entzog sich ihm wie ein scheues Tier, von dem er nur immer einen Teil sah – manchmal ein Bein, manchmal den Schwanz, manchmal den Kopf. Und er ward das Gefühl nicht los, dass er es falsch zusammensetzte, ein Fantasiegeschöpf kreierte, das es so nicht gab. In seiner Erinnerung hörte er ihre Stimme, wie sie ihm damals geantwortet hatte, als er ihr einmal spät nachts in der Dunkelheit und in der Geborgenheit ihrer Arme davon erzählt hatte: “Du hast die Wahl. Mach ein schönes, ein stolzes Geschöpf daraus. Eines, das mir gefallen würde. Eines, das es sich zu suchen lohnt.”

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# dreizehn

Vorsicht, hinter dem Türchen dreizehn geht’s zu und her wie im Dschungel.

Schöne Bescherung

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“Ah, der urbane Dschungel”, murmelte er zufrieden und steckte das Tomatenmesser wieder in den abgewetzten Ledergürtel. Mit beiden Händen und einem schon fast unanständigen Ächzen, das einen Passanten im massgeschneiderten Geschäftsanzug an seinen Lieblingstennisspieler erinnerte, hob er den erlegten Plastiklöwen in seinen Gassenjeep. Er hatte gerade die Ladenfläche geschlossen, als ein Windstoss durch die Strassenschluchten preschte und ihm seinen pinken, mit Pailletten besetzten Cowboyhut vom Kopf riss. Eine Weile schaute er zu, wie der Hut über den Asphalt tanzte. “Man nimmt und man gibt”, sagte er schliesslich mit einem Schulterzucken und stieg in sein Gefährt. Ein Blick in den Rückspiegel brachte das Lächeln zurück in seine regenwaldgrünen Augen. “Ein fairer Tausch”, nickte er, löste die Handbremse und gab Gas.

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# zwölf.

Halbzeit.

Schöne Bescherung

Der Zug schlängelte sich lautlos durch die graue Suppe. Die Lichter verloren sich im Nichts, so als wären sie nie da gewesen.

Die Frau biss in ihren Nussgipfel. „Was für ein Sauwetter, dieser Nebel“, sagte sie. „Es ist zum Haaröl seichen“, sagte er. „Ja, zum davonlaufen“, sagte sie. Und zog ihre Nase weit zu den senkrechten Augenbrauen.

Der Duft des Nussgipfels kitzelte die Nase des jungen Journalisten gegenüber. Wild kaute er auf seinem Kaugummi, wie eine Kuh, die Frühlings zum ersten Mal ins junge Gras beisst, nachdem der Winter nur Heu brachte. „Ich schreibe eine Story darüber“, züngelte er ins Smartphone. „Und hätte gerne sie als Interviewpartner. Denn wer weiss denn schon so viel wie sie zu sagen, zu diesem Thema“, sagte er, kaute weiter, strich durch die gelierten Haare und liess sich noch weiter in den Zugssessel fallen. „Ja, fürs Donnerstagsblatt. Ich möchte die Geschichte im Donnerstagsblatt.“

„Seit Tagen…

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# elf

…. was, schon beim Türchen elf?

Schöne Bescherung

Der Eisbär schaute sich in seiner geräumigen Höhle um und seufzte tief. „Alles, was ich wollte, war ein Cello“, murmelte er traurig und setzte sich an eines der drei Cembalos, die sich an die Ostwand seiner arktischen Behausung reihten. Sanft setzte er seine Pranken an die Tasten und begann zu spielen, was angesichts der Grösse seiner Tatzen viel Krallenspitzengespür verlangte. Leise echote die Melodie von den Eiswänden und driftete in die klare Polarnacht hinaus. Plötzlich unterbrach ein bedrohliches Brüllen das sanftes Lied: „RRRRRRRARRRRRRR!“ Der Eisbär schaute auf. Im Eingang stand eine Eisbärin, die Tatzen in der Luft, die Krallen ausgefahren, und starrte verblüfft vom Eisbären zu den Cembalos und von den Cembalos wieder zum Eisbären. „Entschuldigen Sie“, sagte sie höflich und liess die Pranken sinken, „ich dachte, ich hätte mein Abendessen gehört.“ „Ich weiss,“ brummte der Eisbären mit einem erneuten schweren Seufzer. „Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass hier nie…

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